Stiftung für Seelische Gesundheit erhält bedeutende Finanzspritze
Deutsches Institut für Rationale Medizin (DIRM) vererbt Vermögen an
die Stiftung für Seelische Gesundheit
Die Rolle psychischer Erkrankungen in der Gesellschaft nimmt zu:
Depressionen, Schizophrenie, Angst- oder Alkoholerkrankungen zählen laut
Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit zu den häufigsten
Krankheitsursachen. Experten bezeichnen sie als Volkskrankheiten der
Zukunft.
Der Verband der privaten Krankenversicherung e.V. als Stifter des
Deutschen Instituts für Rationale Medizin (DIRM) in Köln sowie
Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, der Verband der Ärzte
Deutschlands e.V. (Hartmannbund) und der Verband der niedergelassenen Ärzte
Deutschlands e.V. (NAV) als Zustifter tragen diesem Umstand Rechnung: Das
Vermögen des zu diesem Zwecke aufgelösten Instituts wird in gesamter Höhe
an die Stiftung für Seelische Gesundheit in Berlin übertragen. Während das
DIRM ein vielfältiges Spektrum der medizinischen Forschung unterstützt hat,
wird der Einsatz der Finanzmittel künftig gezielt auf einen einzigen
medizinischen Bereich fokussiert, der in unserer Gesellschaft zunehmend an
Relevanz gewinnt.
Am Donnerstag, dem 27. November 2008, hat der leitende Arzt des
PKV-Verbands, Professor Dr. med. Jürgen Fritze, der Stiftung für Seelische
Gesundheit den symbolischen Scheck über 410.000 Euro überreicht. Die
Übergabe fand im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für
Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) in Berlin statt, zu
der 7000 Besucher erwartet wurden und der inzwischen zum größte
wissenschaftliche Fachkongress auf diesem Gebiet in Europa geworden ist.
Mit den zusätzlichen Finanzmitteln solle, so Professor Fritze, „die
Stiftung für Seelische Gesundheit in die Lage versetzt werden, mit
verstärkten Aktivitäten insbesondere zur Entstigmatisierung psychischer
Krankheiten beizutragen und dadurch Hürden abzubauen, die eine sachgerechte
Behandlung behindern“.
Medizinische und gesellschaftliche Aufgaben
Die Stiftung für Seelische Gesundheit nimmt zugleich medizinische und
gesellschaftliche Aufgaben wahr. Sie kümmert sich um eine bessere
Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen, beispielsweise durch
die Vergabe von Fördermitteln, um Leitlinien zur Qualitätssicherung in der
Krankenversorgung zu erarbeiten. Daneben fördert sie Projekte die der
Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen in unserer Gesellschaft
dienen. Dank des Schecks wird sich das Stiftungsvermögen annähernd
verdreifachen – von 210.000 auf 620.000 Euro.
Bis das Geld tatsächlich auf dem Konto der Stiftung ankommt, muss noch
die obligatorische einjährige Sperrfrist verstreichen, die im Januar 2008
mit der Veröffentlichung im Amtsblatt begonnen hat.
Weitere Informationen zum PKV-Verband erhalten Sie unter
http://www.pkv.de |